50 Jahre „Kinder von Golzow“

Am 03.09.2011 war es so weit: In der Oderbruchhalle von Golzow fand die Festveranstaltung zum 50. Jahrestag des Drehbeginns der Filmdokumentation „Die Kinder von Golzow“ statt. Vertreter aus der Politik, einige der Filmschaffenden, allen voran der Regisseur und Drehbuchautor Winfried Junge, eine Anzahl der Kinder von Golzow, teilweise weither angereist und natürlich geladene Gäste und Interessierte, die dem Aufruf des veranstaltenden Vereins „Golzower für Golzow“ gefolgt waren.

Wir hatten uns auch auf den Weg nach Golzow gemacht, haben aber aus persönlichen Gründen auf eine Teilnahme an der Festveranstaltung verzichtet. Da wir in die Entstehung dieser Dokumentation nicht sehr integriert sind, sondern „nur“ das Endergebnis, den sendereife Film kennen, wollten wir uns nicht einer Redeflut aussetzen, die uns wenig berührt hätte. Aus Gesprächen im Nachhinein erfuhren wir aber, daß sich die Organisatoren bei der Programmgestaltung sehr viel Mühe gegeben hatten.

Wir machten uns derweil bei prächtigem Sonnenschein auf den Weg und erkundeten Golzow.
Auf einen kleinen Abstecher nehmen wir euch mit:

Im Anschluß an die Festveranstaltung gab es Möglichkeiten, mit den Beteiligten oder Gästen ins Gespräch zu kommen.

Der Hauptschauplatz der Dokumentation, die Schule, stand für eine Besichtigung offen. Die Direktorin der Schule hatte die Führung übernommen und konnte mit ihrem Wissen, viel Gefühl und mit wortreichem Witz die Aufmerksamkeit der Gäste auf sich ziehen. Was sie aus eigenem Erleben nicht wußte, konnte ein „ehemaliger“, ein Golzower Filmkind, aus eigenem Erleben unterstützend schildern.
Sehenswert ist die Schule auch heute noch:

Übrigens: Hinter der geschlossenen Tür im letzten Bild (mit dem Wandbild) liegt das Klassenzimmer, in dem die Dreharbeiten ihren Beginn nahmen. Heute ist es ein Klassenzimmer, welches für den erweiterten Musikunterricht genutzt wird.

Gleich neben der Schule befindet sich das Gemeindezentrum mit dem Filmmuseum „Kinder von Golzow“. Das war natürlich auch geöffnet und der Trubel war groß. Zu sehen gab es viel, man konnte sich Filme ansehen, bekam einen Einblick in die Produktion der Dokumentation, die Originalkameras gehören ebenso zum Inventar des Museums wie der originale Schneidetisch, der nach Auflösung der Berliner Produktionsstätte dem Golzower Filmmuseum zur Verfügung gestellt wurde.


Das Autorenehepaar Barbara und Winfrie Junge heute.
(aus Wikipedia)

Unsere Bilder können nur versuchen, die Stimmung dort wiederzugeben.

Hier findet ihr Kontaktdaten und Öffnungszeiten des Filmmuseums Golzow.

Außer unseren eigenen Erlebnissen und den mitgebrachten Bildern gibt es für uns noch eine weitere Erinnerung an diesen Tag: Eine Autogrammkarte von Barbara und Winfried Junge und ein Stück Originalfilm mit Echtheitszertifikat. Beides gibt es im Filmmuseum – aber man muß eben dort gewesen sein!

Auch ohne Festveranstaltung und Jubiläum ist Golzow einen Besuch wert.
Von uns persönlich ein Tip zur Verpflegung: Das Gasthaus / Pension Wagner – ein kulinarischer Hochgenuß!

Der Gasthof mit einem gemütlichem Biergarten verwöhnt mit Portionen, die in Geschmack und Aussehen mit weitaus teureren Häusern auf einer Stufe stehen.

Auch wenn wir für unseren Besuch in Golzow anläßlich des 50. Jahrestages des Drehbeginns der „Kinder von Golzow“ 750 Kilometer Fahrt (Hin- und Rückfahrt) in Kauf nahmen, haben wir keine einzige Minute bereut. Deshalb einen großen Dank an die Organisatoren und alle Helfer! Klasse gemacht!

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2 Kommentare zu 50 Jahre „Kinder von Golzow“

  1. hartmut sagt:

    Am Samstag, den 01.09.2012 findet gemeinsam mit Barbara und Winfried Junge von Berlin aus eine ganztägige Busexkursion nach Golzow statt, um sich auf die Suche nach den Kindern von Golzow zu begeben.


    Informationen darüber bis hin zur Anmeldung findet ihr auf dieser Internetseite!

  2. „Die Kinder von Golzow“ – die unterschiedlichen Lebensläufe von achtzehn ehemaligen Schülern aus Golzow haben mich zutiefst bewegt. Ich habe mit ihnen gelacht und ich habe mit ihnen geweint.
    In der Folge, in der über Elkes Lebenslauf berichtet wurde, entdeckte ich zufällig meinen Bruder, den ich viele Jahre nicht mehr gesehen hatte. Der Kontakt zu ihm war völlig abgebrochen. Die Vergangenheit holte mich wieder ein und obwohl die Erinnerungen an ihn auch schmerzlich waren, wollte ich den Kontakt zu meinem Bruder wieder herzustellen. Nach jahrelanger Trennung gab es dann das erste Wiedersehen. DANKE!

    —————————————–

    Es ist schön zu lesen, dass durch einen Filmbeitrag dieser Dokumentation der Kontakt zu einem Familienmitglied wieder hergestellt werden konnte.

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