Ein Uhu greift an

Diesen Spaziergang hatte sich Maria, eine Bekannte aus einem Hundeforum, mit ihrem Altdeutschen Schäferhund Luna sicher anders vorgestellt. Am Rand einer Kieskuhle die Landschaft durchstreifend, den Hund noch an der Leine, werden die beiden durch ein „Flugobjekt“ angezielt.

Angegriffen ist eigentlich der bessere Ausdruck. Maria schaffte es noch, die Kamera zu zücken und auf den Auslöser zu drücken. Andere hätten vielleicht die Flucht ergriffen.

Das „Flugobjekt“ war ein in unseren Breiten noch relativ seltenes Stück: Ein Uhu!

Wahrscheinlich ein in der Nähe brütendes Weibchen fühlte sich in seiner Ruhe belästigt und wollte den Störenfried vertreiben.
Hier noch mal eine Vergrößerung des Bildes:

So sieht es noch gefährlicher aus. Beeindruckt vom Mut des fliegenden Tieres machten sich die beiden von dannen, kamen so unbeschadet aus dieser Erfahrung heraus und Frau Uhu konnte ihren Brutgeschäften ungestört weiter nachgehen.

Eigentlich sind Uhus, eine Vogelart der Gattung der Uhus, die zur Ordnung der Eulen gehört, für uns ungefährlich.
Der Uhu ist die größte Eulenart der Erde, Weibchen werden deutlich größer als Männchen. Sie erreichen in Mitteleuropa ein Gewicht um 3000 g und eine Flügelspannweite von etwa 168 cm. Männchen dagegen wiegen nur 2500 g und kommen auf eine durchschnittliche Spannweite von 157 cm.

Uhus sind nächtliche Jäger auf deren Speisekarte kleine bis mittlere Säuger und Vögel stehen. Besonders beliebt sind Igel, Ratten, Mäuse, Kaninchen, Feldhasen, Krähen, Tauben und Enten. Beutetiere, die bis zu zwei Drittel des Körpergewichtes der Uhus wiegen, können weggetragen werden. Deswegen gehören auch junge Frischlinge, Füchse, Murmeltiere und schwache Rehkitze zu den erlegbaren Tieren.
Ausgewachsenen Uhus werden nur Steinandler gefährlich, während Junguhus auch Füchse und Marder nachstellen, sofern sie die Brutplätze erreichen.
In Freiheit werden Uhus bis 27 Jahre alt, in Volieren gehaltene bis 35. Die Sterblichkeitsrate der Junguhus beträgt allerding bis zu 70% im ersten Lebensjahr.
Deshalb wohl auch der Angriff des Uhus in diesem Fall.

Luna und ihrem Frauchen wäre sicher nicht nach dem Leben getrachtet worden aber Verletzungen durch Krallen und Schnabelhiebe hätten schon passieren können. Für einen kleineren Hund könnte so ein Angriff auch lebensgefährlich werden.

Da beide unversehrt den Heimweg antreten konnten und sich vom ersten Schrecken sicherlich erholt haben, wünsche ich ihnen bei ihren nächsten Ausflügen in die Natur mehr Glück.  Aber, liebe Maria, immer die Kamera griffbereit halten! Man weiß ja nie, was passiert!

Die Bilder des angreifenden Uhus wurden mir von Maria zur Verfügung gestellt, der Rest des Beitrages entstand mit Unterstützung von Wikipedia, geschrieben habe ich selbst.

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Ein Kommentar zu Ein Uhu greift an

  1. Derlik- Kandsorra sagt:

    …ein wunderschönes tier. jetzt grade auf zeche ewald zu beobachten. sehenswert.

    es werden dort auch sicherheitsmaßnahmen ergriffen um den uhu zu schützen.

    28.02.18

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