Heidiland

Heidi, wer kennt nicht die Geschichte des kleinen Mädchens aus den Bergen, das selbst das Herz des Öhis zum Erweichen brachte?
Erdacht hat sich die Erzählung die Schweizer Autorin Johanna Spyri 1880/81. Heute gehören sie zu den bekanntesten Kinderbüchern der Welt.

Wir hatten uns vorgenommen, Heidis Spuren zu folgen.
Ausgangsort ist Maienfeld im Schweizer Kanton Graubünden, nur ein paar Autominuten südlich von Liechtenstein gelegen.
Der Bahnhof von Maienfeld war die erste Station. Hier kamen sie mit der Bahn an, das Fräulein Rottenmeier, Klara, Herr Seesemann und wie sie alle heißen. Vom Bahnhof aus geht es stets bergauf Richtung Heididorf. Wer sich diese eine Stunde Fußmarsch sparen möchte, kann fast bis zum Heididorf mit dem Auto fahren. Von da an muß es aber zu Fuß weitergehen, es sind aber nur noch etwa 10 Minuten bis zum Heididorf mit dem Rathaus und dem Haus der Großmutter. Geißenpeters Ziegen wohnen auch hier und wer Informationen sucht oder das eine oder andere Andenken und Geschenk, findet in der reichhaltigen Auswahl des Infozentrums sicher das Passende. Hier erworbene Ansichtskarten erhalten auch einen eigenen Poststempel, den des Heididorfes.
An einer Anschlagtafel gibt es den Wegverlauf zu Almöhis Hütte und dann geht es schon los. Anfangs sehr steil nach oben, wird der Weg nach ein paar Minuten des Aufstieges breiter und gemächlicher. Es geht aber stets bergauf, wollen wir doch auf 2.000 Höhenmetern zur Hütte des Öhis. Kurvenreich schlängelt sich der Weg durch den Wald, an vielen Schautafeln gibt es Erklärungen zu den Schauplätzen des Buches, Möglichkeiten zum Ausruhen oder Rasten ebenfalls.
Um zu Peters Hütte zu kommen, muß man kurz vom Hauptweg abweichen. Nach ein paar Minuten ist man schon dort und geht dann wieder zurück zum weiteren Aufstieg. Unterwegs begegnen uns hölzerne Menschen, man kann Almöhis Holzplatz bestaunen oder riesigen Klanghölzern Töne entlocken. Das Baumhaus bietet einen schönen Überblick über das Land.
Erst kurz vor dem Ziel sieht man Almöhis Hütte mitten in den Weiden. Schnell ist man dann dort und kann die Gastfreundschaft bei einem leckeren Essen genießen. Ob der Hüttenwirt ein direkter Nachfolger des Almöhis ist, ist nicht bekannt, Vermutungen könnten das vielleicht bestätigen.
Ob man den gleichen Weg zurück geht oder einen anderen ins Tal wählt, ist dann der jeweiligen Kondition geschuldet. Wir wählten den Weg des Aufstieges auch für unseren Rückweg.

Mit unseren Bildern wollen wir ein paar Eindrücke vermitteln:

Für den Aufstieg vom Heidorf aus sollte man etwa zwei Stunden rechnen, für den Rückweg ebenso. Für kleinere Kinder könnte es unserer Meinung nach beschwerlich sein, die gesamte Strecke zu Fuß zu gehen.
Wer sich in seinen Vorstellungen an dem bekannten amerikanischen Heidi-Film orientiert, wird allerdings etwas enttäuscht sein. Ganz so toll, wie Heidi, Geißenpeter und dann auch Klara rumtollen, ist es in Wirklichkeit dann doch nicht. Wer aber diese Wanderung als informative Unterhaltung mit einem gewissen sportlichen Hintergrund sieht, kommt bei dieser Tour gewiß auf seine Kosten.
Das Heidiland im Kanton Graubünden bietet aber noch viel mehr! Infos gibt es hier.
Für Kinder gedacht ist Heidis Hompage .

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