Brocken

Der Brocken war das erste Ziel unserer Harzreise. Da wir noch nie oben auf dem Gipfel standen, freuten wir uns darauf besonders.
Aus verschiedenen Routen, die dort hinauf führen, wählten wir den einfachsten: Wir marschierten von Schierke aus die Brockenstraße hinauf. Mit 10 Kilometern Länge ist das nicht die kürzeste Strecke, aber als asphaltierte Straße für uns weniger erfahrene Wanderer die sicherste. Die Nebenstrecken durch die Natur sind teilweise sehr steil oder durch Steine oder ausgewaschene Wege schwieriger und gefährlicher. Als Wanderer wird man an den Wegweisern auf gefährliche Streckenabschnitte hingewiesen.
Ohne größere Probleme marschierten wir bergauf, querten die Gleise der Schmalspurbahn, die wir zwar von weitem sahen und hörten aber eine nähere Begegnung sollte noch auf sich warten lassen. Gelegentlich trafen wir auf Wanderer, die unseren Weg kreuzten aber sonst waren wir fast die gesamte Strecke allein unterwegs. Erst kurz vor dem Gipfel kamen uns einige Wanderer schon entgegen und die, die noch auf dem Weg nach oben waren, kamen von den verschiedenen Strecken auf den letzten 3 Kilometern auf der Straße zusammen, die dann der einzige Weg zum Gipfel ist.
Das Wetter machte uns keinen Strich durch die Rechnung und so war die Sicht von oben auch recht ordentlich. Die spärliche Vegetation überraschte uns doch ein wenig, ist aber typisch für diese Höhe.
Eine Stärkung ist auf dem Gipfel in verschiedenen Varianten möglich. Restaurants oder Imbiß gibt es mit einem guten Angebot. Allerdings läßt die Freundlichkeit manchmal zu wünschen übrig. Meine Bitte nach etwas Wasser für unseren Hund wurde am Tresen der Selbstbedienungsgaststätte nicht erhört. Ohne Wasser mußte ich von dannen ziehen und unter Zuhilfenahme eines Bechers auf der Toilette die Wasserflasche füllen, da diese nicht unter den Wasserhahn am Waschbecken paßte. Auch wenn es nur um einen Hund ging, hat das mit Service nichts zu tun.

Nach einem kurzen Rundgang machten wir uns wieder auf den Weg nach unten. Wir wollten auch diesen Weg wieder zu Fuß gehen und weder die Schmalspurbahn, die bis auf den Gipfel fährt, noch den Kremser nutzen.
Die letzten Kilometer marschierten wir dann doch abseits der Straße ins Tal hinab und sparten so etwa 2 Kilometer Wegstrecke. Aber hinauf hätten wir diesen Weg auch nicht gehen wollen.
Nach einer sehr schönen Tagestour kamen wir an unserem Ausgangspunkt wieder an und hatten eine Menge Eindrücke in unserem Gepäck.
An unseren visuellen Eindrücken wollen wir euch auch teilhaben lassen:

Auch wenn es anstrengend ist, beide Wege zu Fuß zu gehen, können wir den Brocken als Ausflugsziel nur empfehlen. Von vielen Orten der Umgebung fährt die Harzer Schmalspurbahn Richtung Brocken und nimmt gern alle mit, die hinauf oder hinunter wollen. Allerdings ist dieses nicht ganz billig. Fahrzeiten und Preise gibt es auf der Homepage der Harzer Schmalspurbahnen.

Es sollte uns doch noch gelingen, die Brockenbahn mit der Kamera einzufangen!

Es ist nun vielleicht nicht für einen Fernsehbeitrag geeignet, zeigt aber trotzdem die herrliche Atmosphäre, die die alten Dampfrösser verbreiten.

Eine Hinweis noch für Gipfelstürmer: Nicht ohne Grund sieht es auf dem Gipfel so karg aus! Auch wenn der Gipfel „nur“ 1141 Meter hoch ist, herrschen dort extreme Witterungsbedingungen, die vielfach unterschätzt werden. Die dort anzutreffenden Bedingungen ähneln denen eines 3000-er Gipfels in den Alpen. Also bitte dem Körper die notwendige Ruhe gönnen und nichts übertreiben. Dann kommt auch jeder wieder gesund vom Gipfel, ohne womöglich die Bergwacht in Anspruch genommen zu haben.


Vorschau Brocken Berg

Webcam Brocken Berg

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