Klaus und Lena

Klaus ist eigentlich kein richtiger Hundename. Aber was sollten wir machen, der Züchter hat es so gewollt und uns hat es nicht gestört.

Klaus vom Eichenbühl (SZ 1982377) wurde am 28.01.1997 geboren. Seine Mutter war Senta vom Lahrerborn (SZ 1736310), sein Vater Quartz dei Templari (SZ 1922184;
LOI 576286).

 

Klaus war ein Deutscher Schäferhund, der aber wegen seiner Fellänge beim SV niemals zur Zucht zugelassen worden wäre.

Vom Wesen her war Klaus ein richtiger oller Toffel, einer, der jeden liebhaben konnte, wenn er sich denjenigen selbst raussuchen durfte. Wen er nicht mochte, dem gab er es unmißverständlich zu verstehen. Sein Gehorsam war unübertroffen, sein Trieb aber auch. Aus diesem Grund haben wir auch mit der Schutzdienstausbildung aufgehört. Für die Helfer wurde es zu gefährlich, da Klaus auch ohne Ärmel gebissen hätte. Von dieser Seite her war er ein richtiger „linker Stumpen“, den nur ein lautstarkes „PLATZ!“ wieder bremsen konnte. Gott sei Dank kam dieser Befehl immer rechtzeitig. Die Begleithundeprüfung hat Klaus problemlos bestanden.
Klaus kam zu uns, weil Hartmut eine Arbeit im Wachdienst begonnen hatte und ein Hund für diese Arbeit Voraussetzung war. Unsere Lena (siehe dort) hatte nicht die richtige Lust, Schutzhund zu spielen. Zusammen waren die beiden aber ein Herz und eine Seele.

Etwa Mitte 2002 erkrankte Klaus an einer Arthrose mit Knorpelablösungen an beiden Vorderbeinen. Mit viel Geduld behandelten wir die Erkrankung und es stellte sich nach einiger Zeit auch eine relative Beschwerdefreiheit ein. Die Knorpelablösungen konnten aufgelöst werden und der erforderliche Knorpelspalt zwischen Gelenkkugel und -pfanne bildete sich wieder aus. Uns war von Anfang an klar, daß aus Klaus kein junger Hund mehr wird und er trotz seiner „Arbeit“ immer einer gewissen Schonung bedarf, auf die sich der Arbeitgeber auch einließ. Das letzte Röntgenbild im Oktober sah wunderbar aus, so daß wir nur noch Knorpelaufbaustoffe zur Stabilisierung zufüttern brauchten. Schmerzmittel waren schon länger nicht mehr notwendig, da Klaus sich ohne Beschwerden bewegte. Sprünge und größere Anstrengungen vermieden wir generell. Am 18.01.2003 konnte Klaus urplötzlich nicht mehr laufen. Das sofort gemachte Röntgenbild schockte uns und auch den Tierarzt sehr! Am rechten Kniegelenk war ein großes Stück weggebrochen, was sich auch durch eine Operation nicht mehr hätte anfügen lassen, da ein Verschrauben am mittlerweile zersetzten Knochen nicht mehr möglich war. Hinzu kam noch eine Knochenhautentzündung. Diese Diagnose war wie ein Schlag ins Gesicht. Innerhalb einer Stunde war Kaus‘ Schicksal besiegelt. Am 18.01.03, 10.00 Uhr hat er noch gespielt; 11.00 Uhr konnte er nur noch unter großen Schmerzen laufen; 14.00 Uhr stand die Diagnose fest. Klaus konnte nicht mehr geholfen werden, ein vernünftiges Leben zu führen! Wir entschlossen uns schweren Herzens, Klaus am 19.01.2003 von seinen Schmerzen zu erlösen.

 
 
 

Lena, unsere Hundeprinzessin, war ein Schatz für sich.

Eigentlich hieß sie Lena vom Schäferliesel (SZ Nr. 1943874) und wurde am 10.10.1995 geboren. Ihre Mutter war Tussi vom Kirschental (SZ Nr. 1791021), ihr Vater Zabax vom Lechtal (SZ Nr. 1825289).

Unser Lenchen hatte ihren Beruf verfehlt und sollte wohl als Katze auf die Welt kommen. Vom Schmusen her hätte man das denken können. Das konnte sie zu jeder Stunde des Tages. Vom Schutzdienst hielt sie gar nichts, aber für die Begleithundeprüfung und die Ausdauerprüfung konnte ich sie überreden.

Mit diesem Blick hat sie jeden rumgekriegt.

Zum Wachdienst ging Lena mit Klaus schon mit, interessierte sich aber eher für Dinge, die für Hundedamen interessant sind. Ein Mädchen eben.

Nachdem 2002 bei ihr eine Wucherung der Wirbel an der Wirbelsäule (Spondylose) festgestellt wurde, mußte sie mit ihrem „Dienst“ auch kürzer treten. Meist war sie nur noch anwesend, ging auch nicht mehr gern mit. Sie schien aber auch damit zufrieden zu sein. Wichtiger war für sie, nicht allein zu sein und immer jemanden in ihrer Nähe zu wissen. Als Behandlung dieser Erkrankung kamen nur schmerzlindernde Mittel in Frage, da ein Fortschreiten der Erkrankung nicht aufgehalten werden konnte. Seitdem standen aber auch Spielereien und Neckereien auf der Tabuliste. Lange waren wir mit ihrem Zustand zufrieden. Entsprechend ihrer Erkrankung führte sie mit den Medikamenten noch recht lange ein angemessenes Leben. Am 11.08.2006 haben wir unser Lenchen schweren Herzens von ihren Leiden erlöst.

So wie auf diesen Bildern wollen wir Klaus und Lena in Erinnerung behalten. Sie gehörten viele Jahre unseres Lebens zur Familie.

 
 
 

Leider ist die Qualität dieser Bilder nicht sonderlich gut. Sie sind von Papierbildern eingescannt worden und haben durch weitere Bearbeitungen gelitten. Bisher ist es uns aber nicht gelungen, die Originale aufzufinden. Schade.