Die Drei Zinnen

Unweit des Pustertales befindet sich wohl eines der interessantesten Ausflugsziele der Dolomiten: Die Drei Zinnen, gelegen im gleichnamigen Naturpark etwas nördlich der Olympiastadt der Olympischen Winterspiele von 1956, Cortina d‘ Ampezzo.

Zu finden ist dieses bewundernswerte Ziel relativ einfach. Entlang der SS 49 geht die Fahrt bis Toblach. Von dort aus fährt man in das Höhlensteintal, Richtung Dürrensee. Cortina d‘ Ampezzo steht auch auf dem Wegweiser, man kann es also kaum verfehlen. Nach dem Dürrensee biegt man Richtung Misurina ab. In Misurina folgt man dem Wegweiser zum Parkplatz der Drei Zinnen bzw. der Auronzo-Hütte. Weit braucht man diese Straße aber erst einmal nicht zu fahren, da eine Schranke unseren Tatendrang bremst. Wenn man auf die aus dem Mauthäuschen ragende Hand 21 € legt, dauert es gar nicht lange, und die Schranke öffnet sich für unsere Durchfahrt. Nach etwa 10 Kilometern, teilweise steil nach oben führender Straße mit sehr engen Serpentinen, erreicht man den riesigen Parkplatz. Aber bitte Vorsicht beim Hinauffahren: Es kommen einem Linienbusse entgegen! Wer also nicht selbst mit dem Auto hinauffahren will, kann von Misurina aus auch den Bus nehmen. Dann aber bitte die Abfahrtszeiten für die Heimfahrt erfragen!
Der Parkplatz liegt unterhalb der Auronzo-Hütte (2.320 m), zu der wir als erstes hinaufsteigen. Von dort führt ein Schotterweg (Nr. 101) flach Richtung Drei Zinnen. Bereits nach einigen Minuten erreichen wir ein kleines Kirchlein und kurz danach die Lavaredo-Hütte (2.344 m). Diese Hütte ist ebenso wie die Auronzo-Hütte bewirtschaftet und bietet Speisen und Getränke zu äußerst moderaten Preisen an. Von hier aus empfehlen wir den etwas längeren Weg zur Lavaredo-Scharte (2.454 m). Wer mag, kann auch einen kürzeren Weg wählen, der aber das erste Stück sehr steil ansteigt. Der Aufstieg zur Lavaredo-Scharte dauert etwa eine Stunde. Ist die Lavaredo-Scharte erreicht, steht man direkt vor dem Massiv der Drei Zinnen, die sich bis auf 3.000 m hinausrecken. Diesen atemberaubenden Anblick wird man so schnell nicht wieder vergessen: Auf der einen Seite die Drei Zinnen, auf der gegenüberliegenden Seite hoch hinauf ragende Bergmassive und in der Ferne sieht man bereits die Dreizinnenhütte, das nächste Ziel. Der Weg zu dieser Hütte fällt erst etwas ab, geht dann fast eben dahin und steigt erst kurz vor der Hütte wieder an, die man auf einer Höhe von 2.450 m erreicht. Empfehlenswert auch hier das Speisenangebot und die Auswahl an Getränken. Für uns war es kaum vorstellbar, daß man Speisen und Getränke auch in diesen abgelegenen und schwer erreichbaren Hütten zu den gleichen Preisen erhält, wie in Restaurants im Tal! Wenn man gewillt ist, 10 € pro Person zu investieren, bekommt man eine ausreichende Mahlzeit plus Getränk.
Von der Dreizinnenhütte geht es dann erst einmal mächtig bergab, um nach etwa 200 Metern ebenen Weges wieder steil nach oben zu kraxeln. Die Wege sind gut begehbar, aber eben steil. Nach einem Weg durch moränischen Schrott (Schotter) gelangt man zu einer Alm mit einer weiteren kleinen Hütte. Geht man von hier aus kräftigen Schrittes weiter, erreicht man nach etwa 40 Minuten wieder den Parkplatz, von dem aus wir gestartet sind.

Kommt mit uns mit auf diesen Rundweg und schaut euch unsere Impressionen an:

Angegeben wird der Rundweg mit einer Gehzeit von etwa 4 Stunden. Wir empfehlen, gleich eine gute Stunde mehr einzuplanen, so bleibt auch Zeit für eine Rast oder eine stärkende Mahlzeit in einer der Hütten.
Die Route vom Tal aus dauert gut das doppelte an Zeit und ist nur für ausgesprochene Experten empfehlenswert. Die Erlebnisse und Eindrücke auf diesem Rundweg um die Drei Zinnen sind so intensiv, daß man eigentlich die längere Strecke als Normalwanderer nicht benötigt. Also kein Risiko eingehen und lieber die kürzere Strecke wählen.

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